Tag 2

Es ist 5:30. Aufstehen. Mwaah. Warte.. wir fahren heute zur chinesischen Mauer. Yaii!! Und da war sie wieder die Motivation.

Wir haben uns dann schnell auf zur Busstation gemacht und waren der Meinung, dass wir gut in der Zeit lagen, bis die Schlange für den Bus uns abrupt unruhig wurden ließ. Kommen wir noch in den Bus..? Bekommen wir einen Sitzplatz..? Ahh! Ja, wir kamen noch in den Bus. Nein, wir bekamen keinen Sitzplatz mehr. Und ja, die Fahrt dauerte 2 ½ Stunden. Wir haben uns dann auf den Boden, auf die Stufe zur letzten Bank gesetzt. Sehr unbequem, aber doch besser als zu stehen. Und nur mal so nebenbei. Wir haben wir diese 2 ½ Stunden Fahrt zur Mauer bei Mutianyu 16 RMB bezahlt. Ungefähr 2 €. 

Unweit entfernt von den Randgebieten Beijings findet man schon die ersten Berge. Mein Gott, ich war noch nie so glücklich Berge zu sehen. Aber nach 2 Monaten verpestetem Shanghai freut man sich darüber wie ein kleines Kind. Und dann.. WOW! MAUER! Im Bus stieg die Freude und dann waren wir auch endlich da. Also schnell zum Lift und auf geht’s! Okay, edit: schnell zum Lift, von zigtausenden Händlern angequatscht werden, in die lange Schlange einreihen und AUF GEHT’S!
Uhuhuhu.. oben angekommen bot sich uns schon ein wunderbarer Blick. Berge, Berge, Berge, MAUER. Und auf einmal fühlt sich das, wovon man schon lange geträumt hat, ganz normal an. Wir hatten die Wahl. Entweder, wir gehen den anstrengenden Weg, oder den leichten. Okay, den Anstrengenden! Also ihr müsst euch das so vorstellen, dass alle 5-10 m Treppen auf euch warten. Steile, hohe Treppen. Oder, dass der ganze Weg nur aus Treppen besteht. Ja es war anstrengend, aber wir haben uns bis nach oben gequält um dann vor einem Schild zu stehen mit der Aufschrift: Kein Durchgang. Damit war der renovierte Teil der Mauer zu Ende und wir machten uns wieder auf den Rückweg.

Am Startpunkt angekommen, war es gar keine Frage, dass wir auch noch den einfachen Weg auf uns nehmen werden. Ja, es war tatsächlich einfacher, aber länger und voll mit Menschen. Aber wenn man bedenkt, dass nationale Ferien waren, waren es vergleichsweise noch wenig Menschen. Ich möchte nicht wissen, wie es an manch anderen Mauerstücken aussah. Und dann, endlich, dachten wir wir haben es komplett geschafft… blicken wir vor uns und sehen mind. 10km weiter Mauer. Sorry, aber wir sind fertig. Wir sind dann mit der Gondel wieder Richtung ‚Tal‘ und haben uns nochmal durch die ganzen Händler gedrückt und sogar ein T-Shirt mit der Aufschrift ‚I climbed the Great Wall‘ für nur 2,50€ ergattert. Da fragt man sich, wie sie bitte die Produktion finanzieren, aber okay.

Wir waren eine Stunde bevor der Bus fahren sollte wieder unten. Und haben keine offensichtliche Warteschlange erkennen können und fühlten uns sicher und überlegen –strike, wir werden einen Sitzplatz bekommen. Vergiss es. Ein Mr. Ausländer hielt sich für so cool und startete die Warteschlange an so einer Mauer. Das heißt, alle die auf den Bus warteten saßen auf der Mauer. Wir nicht. Und die Schlange war lang. Sehr lang. Und der nächste Bus würde erst in 2 Stunden kommen. TÖTEN! MWAAH! Unglaublich, echt. Wir sind dann mit als letzes noch in den Bus gekommen und durften dann sage und schreibe 2 ½ Stunden stehen, nachdem wir die chinesische Mauer bewandert haben. Ja, es gibt nichts Schöneres.

Als wir dann letztlich angekommen sind haben unsere Kräfte noch gereicht in den Park in der Nähe unseres Hostels zu gehen. Sowas schönes findet man in Shanghai nicht! :‘( Mwaah! Traditionelle chinesische Häuser/Bars/Restaurants an einem sehr schönen See. Wir haben uns dann ne Tüte Popcorn gekauft, uns ein Tretboot ‚gemietet‘ und so unseren Abend verbracht. Nebenbei, wenn du in Shanghai Tretboot fährst oder Motorboot (da wird die ganze Stimmung von den Motorgeräuschen übertönt) ist es wie Autoskooter auf dem Wasser. Ehrlich. Ohh, ein anders Boot. Bääm. Nur so, nebenbei ;)

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Eine Antwort zu “Tag 2

  1. Gisela und Siegfried

    HI Kaddi, die Chin.Mauer war schon zu DDR-Zeiten unser Traum!!! Jetzt
    scheuen wir die lange Flugreise. Damals- u.a. „Kulturrevolution“ – war das
    Land so rückständig (im Fs sah man immer tausende Fahrräder auf Pekings
    Straßen) und heute moderne Riesenstädte/ tolle Superzüge. Deine infor-
    mativen und lebendigen Berichte finden wir toll. Bleib schön neugierig,
    grüße Deine Cousine, Deine Gisela und Siegfried.

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