Nachtrag: Chinesisches Neujahr

Hallo meine Lieben.

Nach nun einer etwas längeren Pause melde ich mich auch mal wieder.

Nachdem ich heute ganze 6 ½ Stunden mit einem Freund unserer Familie verbracht (um nicht zu sagen verschwendet) habe, dachte ich eigentlich, dass ich keine Motivation mehr aufbringen könnte um hier irgendwas zu schreiben. Man versucht übrigens mich mit dem die ganze Zeit zu verkuppeln. –Abgelehnt.

Aber dann erhielt ich einen Anruf von Omi und Opi und schwupps, da war sie wieder die Motivation.

Wo soll ich anfangen? Es ist so viel passiert in den letzten 2… oder 3? Wochen.

Machen wir’s chronologisch. Euch steht noch der Bericht zum chinesischen Neujahr zu.

Oh, noch was nebenbei. Bei uns stand gestern Hund auf dem Tisch. Ohne scheiß.
Ich so -„ Was ist’n das Schwarze da?“
„Ja das ist Hund. Das möchtest du wahrscheinlich nicht essen.“
–„Was ist das?“
„Hund“
–„Ehrlich? Nee oder?“
„Naja doch, Hund eben.“
Soviel dann bitte zum Thema Chinesen essen keine Hunde, sorry, aber ich muss diesem Klischee leider zustimmen.

Das chinesische Neujahr hat dieses Jahr am 22.Januar begonnen. Die Festlichkeiten dauern ganze 10 Tage an und danach müssen alle wieder zur Arbeit. Die Schüler haben noch ein wenig länger Ferien. Ich hätte mir das Fest irgendwie ein bisschen traditioneller vorgestellt.. Am 22. Gegen frühen Abend haben so hier und da die Feuerwerke angefangen. Das Abendessen wurde den halben Tag vorbereitet und auch ich habe meinen Teil mit einem Obstsalat beigetragen.

 Am Abend kamen dann die Eltern meines Gastvaters vorbei und haben mit uns zusammen Abendbrot gegessen.

 Danach sind sie aber auch ziemlich schnell wieder nach Hause gegangen und wir haben uns erst bei Bekannten eingeladen und haben gegen 21Uhr unser Feuerwerk steigen lassen. Meine Gastfamilie ist direkt vor der Feuerwerkskiste stehen geblieben und hat sich fast den Hals verrenkt um das Feuerwerk zu sehen. Und irgendwie hat sie das auch kaum interessiert. 5 Minuten hat der Spaß gedauert und danach sind wir wieder rein.    Mh.. Die Abendbeschäftigung bestand dann aus Fernsehgucken und Essen. Mein Gastvater ist schon  vor 12 ins Bett gegangen, alle anderen haben bis 12 gewartet und sind dann, als die Feuerwerke richtig losgingen schlafen gegangen. Bis um 1 haben die Feuerwerke ungefähr angedauert – kürzer als erwartet. Dafür gibt es aber ganz schlaue Menschen die morgens um 6:23 neben meinem Haus ein Feuerwerk anzünden. Ich verstehe weder den Sinn eines Feuerwerkes am Morgen, noch weiß ich wer sich um eine solche Uhrzeit raus bewegt und ein Feuerwerk anzündet. Naja. Am 23. morgens wurde uns Kindern ganz nebenbei der Hongbao (roter Umschlag) mit Geld überreicht. Wirklich ganz nebenbei. „Hier Kathleen, dein Hongbao, Frohes Neues!“  Von meinen Gasteltern habe ich 100yuan bekommen. Zum Mittag wurden wir dann auch wieder zum Essen eingeladen bei den Großeltern. Es standen 11 Gerichte auf dem Tisch, 9 davon Fleisch.  Yaii… Fleisch… Mh.. Da wir (hauptsächlich die Kerle) mehr damit beschäftigt waren den Schnaps zu trinken, ist es fast nicht aufgefallen, dass ich mich nur an dem Gemüse und dem Hühnchen bedient habe.

Nach diesem ‚Festmahl‘ hat sich meine Familie auf den Weg zu weiter entfernten Bekannten gemacht, währenddessen ich die nächsten 2 Tage alleine zu Hause verbracht habe, weil ich ja am 25. Schon in den Süden geflogen bin. Aber kein Ding, sie hätten mir kein besseres Geschenk machen können. 2 Tage alleine zu Hause, Gott wie schön. Ich hab mit Anna ´ne deutsche Party mit Dr. Oetker Vanillepudding aus dem Wok gemacht. Yaii.

Ich darf natürlich nicht vergessen zu erwähnen, dass es in diesen 2 Tagen auch zu jeder Tageszeit Feuerwerke gab. Wenn man über die Feiertage nichts zu tun hat, kann es einen eventuell ein bisschen nerven, dass ein Großteil der Geschäfte zu hat. Jeder kehrt zurück in seine Heimatstadt und feiert mit seiner Familie das Neujahr. Man hat noch nie so leere Straßen gesehen. Meine Freundin hat mir erzählt, in Shanghai soll es besonders gruselig gewesen sein.

Als ich in Guangdong (im Süden) war, ist mir aufgefallen, dass die Menschen da das Neujahr ein ganz kleines bisschen anders feiern. Natürlich auch mit Hongbao’s (von denen ich so viel bekommen habe, dass ich damit meine Ausgaben da unten finanzieren konnte :D) Aber die haben überall solche kleinen Mandarinenbäume stehen. An diesen Mandarinenbäume n hängen dann die Hongbao‘s. Vor den ersten 5 Bäumen musste ich jedes Mal ein Foto machen. Vor der Einfahrt, im Restaurant, in der Schule und und und.

Und die Leute da unten sind etwas großzügiger was die Hongbaos betrifft. Meine Gasteltern haben auch den Wärtern an der Einfahrt einen Umschlag gegeben, weil die ja über die Feiertage nicht nach Hause konnten. Manchmal hat man auch von einer Familie 2 Umschläge bekommen, was dann dafür stehen soll, dass dir sowohl der Ehemann als auch die Ehefrau dir einen Umschlag gibt.

Das soll fürs erste reichen. Über meine Reise in den Süden berichte ich im nächsten Eintrag. Um euch nicht gleich mit einer informationsflut zu …(mir fällt das Wort nicht ein, ergänzt die Lücke bitte selbstständig :D )

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