Reise in den Süden Chinas

Einen wunderschönen guten Tag meine Lieben!

Ich hoffe ihr habt die Woche gut überstanden und genießt jetzt das Wochenende. So wie ich es tue, bei schööönstem Wetter :) Ich hab euch ja noch versprochen (auch, wenn mir niemand antwortet/Kommentar schreibt), dass ich euch noch was über meine Reise in den Süden erzähle.

Also am 25.1.2012 hab ich mich zusammen mit Truss(anderer dt. Austauschschülerin) auf den Weg nach Dongguan gemacht. Mit dem Flugzeug ging es von Shanghai nach Guangzhou, wo wir sehr herzlich von Truss’s Gastfamilie abgeholt wurden, aber auch gleich erstmal verwechselt wurden. Truss’s Gastvater fragte sie auf einmal nach ihrem Namen – FAIL. :D

Bei Truss zu Hause angekommen wurde uns natürlich erstmal wie immer das Haus gezeigt mit der Besonderheit, dass es auch bei denen zu Hause ein Lochklo gibt. So langsam machte sich die Angst bei mir bemerkbar, hoffentlich habe ich ein normales Klo. Nein. 10Tage lang Lochklo Tag und Nacht. Yaii. Also wir hatten noch so eine Art Stuhlklobrille. Siehe Foto. Ich fand das Ding äußerst amüsant, aber hab‘ es trotzdem nie benutzt ;)

Bei einem Abendessen hab ich dann auch endlich meine Gastfamilie kennengelernt. Auch die Oma war mitgekommen :) Haha das war niedlich. Meine Gastschwester war etwas schüchtern und hat die erstbeste Gelegenheit genutzt und mir ihre Geschenke überreicht. Das tollste Geschenk hab ich aber erst zum Abschied bekommen, nämlich einen Stempel mit meinem chinesischen Namen, von meinem Gastvater selbstgemacht. Das zählt wie ´ne Unterschrift.

Die nächsten Tage haben wir damit verbracht uns und die Umgebung kennenzulernen. Ich hab meine Schule besucht(mit Mangobäumen!), auf die ich gegangen wäre, wenn ich dort unten gewohnt hätte, wir waren in allen möglichen Parks spazieren und wir haben gekocht. Oder besser Truss und ich haben für sie gekocht. Bratkartoffeln mit Gemüse und Schnitzel(naja.. fast). Und ein bisschen Ketchup :D Ist aber gut angekommen. Sie hätten eh nie gesagt, wenn es nicht geschmeckt hätte. Ich hab meine Gastfamilie sogar dazu gebracht dt. Brot zu essen. Mit wahlweise Butter und Käse oder Butter und Schokostückchen. Ihr Fazit:  „Ein bisschen hart, aber ganz lecker, Mh *schmatz*“

Den einen Tag waren wir mit unseren (chinesischen) Freunden in Guangzhou, haben uns die Stadt angeguckt und uns mit einer anderen Austauschschülerin getroffen. Leider war es so neblig, dass wir nur die Hälfte von dem Kantontower, höchsten Fernsehturm der Welt, gesehen haben. An einem wieder anderen Tag ging es zusammen mit unseren  Gastschwestern nach Shenzhen, wo wir den ganzen Tag im Splendit China verbracht haben. Das ist ein Park, in dem sie auf der einen Hälfte des Parks das Leben jeder einzelnen Minderheit Chinas nachstellen und auf der anderen Hälfte die Sightseeingattraktionen Chinas in Miniaturform zeigen. Also so richtig DEN Eindruck vom Leben der Minderheiten hat man ja nicht bekommen, aber es war trotzdem ganz nett anzusehen. Und die Miniaturen waren cool. Ich wollte schon immer mal über die chinesische Mauer klettern :D

Die nächsten 2 Tage waren auch nicht schlecht. Zunächst ging es mal wieder zu unserem Kumpel nach Hause(Hausführung inklusive), danach ging es auf eine chinesische Farm. Nachdem wir den Berg einmal rauf und wieder runter geklettert sind, waren die älteren Herrschaften schon wieder so erschöpft, dass wir uns auf in ein Restaurant gemacht haben. Noch nebenbei: Das Essen da unten war echt lecker! Wir haben zwar fast immer im Restaurant gegessen,  mussten dafür aber nie was bezahlen. Immer hat wer anders eingeladen. Nur, wenn sie nach Deutschland kommen, um uns zu besuchen, könnte das eventuell etwas kostspielig werden. Nachdem ausgiebigen Mittagessen haben wir uns dann auf den Weg zu einem chinesischen Dorf gemacht. Es war echt interessant und hatte irgendwie Charme, ich hab mich nur ein bisschen dumm gefühlt da hinzugehen, mal rumzugucken, Fotos zu machen und wieder nach Hause zu fahren. Mh..

Auf der einen Hauswand waren 2 Köpfe abgebildet. Einer von Maoze dong und ein anderer von ´nem anderen Soldaten. Erklärung von Truss’s Gastvater(Beamter): „Ja, der Soldat da ist genauso klasse wie Maozedong!“ Lächeln, Nicken und Ja sagen.

Das tolle an dem Abend war, das wir zusammen mit meiner Gastschwester und unseren chin. Kumpels in einem 5-Sterne Hotel übernachtet haben. Es war weder unser Vorschlag, noch mussten wir dafür was bezahlen. War aber nicht schlecht. Nach ´nem leckeren Frühstück, mit ein paar anderen Deutschen am Tisch hinter uns ging es dann auf nach HONGKONG! AHH! Ich will nochmal! Hongkong ist ein schöner Fleck Erde. Im Grunde haben wir sightseeingtechnisch nicht viel gesehen, aber wir haben so einen Eindruck von der Stadt bekommen. Man bekommt das Gefühl, das dort die ‚Ausländer‘ dominieren. Obwohl man sich die Frage stellen muss, wer hier eigentlich die Ausländer sind, ne? Hongkong ist ein Mix aus Bergen, Wasser und Hochhäusern. Man findet Hochhäuser, die direkt am Wasser gebaut sind und von Bergen umzingelt sind. In der Stadt ist es oft auch ein einziges bergauf, bergab. Das geniale dort: 2 stöckige Straßenbahnen :D Ansonsten muss man sagen, dass die Leute dort auch extrem schnell leben, und dass das Leben dort recht teuer ist. Man hatte uns geraten dort Souvenirs zu kaufen, weil die ja soo billig wären.. Ähm nein, vielleicht waren wir auch einfach nicht am richtigen Markt.

Die letzten Tage haben wir mit Karaoke singen, Papercutting(papierschnitte) und ´nem Austauschschülertreffen  gestaltet. Bei dem Treffen gab es ein Mädchen, dass nach Deutschland wollte, der Rest in die USA. Typisch. Wir haben denen also ein bisschen was über unser Austauschjahr erzählt und ihre Fragen beantwortet. Im Anschluss daran gab es eine 2-stündige Diashow von einem Chinesen, der in den USA war. Spannend…

Also, was soll ich sagen. Es waren wahrscheinlich mit die schönsten 2 Wochen meines Austauschjahres. Ich bin beeindruckt von der Gastfreundlichkeit der Leute da unten und bin unglaublich dankbar dafür, dass sie uns 2 solch schöne Wochen geschenkt haben. Wir haben auch unseren Part erfüllt und denen die deutsche Kultur etwas näher gebracht.  Ich würde jedem empfehlen auch dorthin eine Reise zu nehmen und eventuell auch mal vorbei an den großen Städten zu den etwas kleineren Orten zu reisen. Die haben wahrscheinlich noch viel mehr chinesischen Charme, als die Städte.

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2 Antworten zu “Reise in den Süden Chinas

  1. Hallo Schnatti,
    bei uns ist Sonntag jetzt immer zu einem Schnatti-Tag geworden, denn da schauen (und staunen) wir auf Deinen Block. Cool, dass Du soviel verschiedene Eindrücke in China sammelst und auch so viele praktische Dinge kennenlernst (gemeint sind hier u.a. die Ärmelschoner beim Kochen- hi,hi). Gut, dass mit den Hunden solltest Du in Deutschland besser sein lassen, aber ansonsten hoffen wir schon, dass Du uns ein chinesisches Gericht kochst!!!!! Wie es um Deine Chinesisch- Kenntnisse steht würden wir übrigends auch gern wissen und ob es vielleicht schon zu ein paar lustigen Begebenheiten in Bezug auf die Sprache gekommen ist!
    Bis bald (spätestens am nächsten Sonntag)!
    Die Peschkes

  2. Gisela und Siegfried

    Hallo Cathleen, wir lesen Deine Berichte immer mit großem Interesse!!
    Die 2 Wochen waren ja wieder ganz toll, auch die Bilder. Wie verständigt
    Ihr euch eigentlich?, wieviel Chinesisch kannst Du inzwischen?
    Am Di haben uns Deine Großeltern eingeladen: sie kennen sich 60 Jahre!
    In 2 Wochen fliegen wir nach Istanbul zu unserer Enkelin.
    Herzliche Grüße, auch an die Gastfamilie von Gisela und Siegfried.

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