Archiv der Kategorie: Auslandsjahr

Die letzte Woche!!

Hallo meine Lieben!

Ja, tatsächlich, ich lebe noch und bin sogar noch in China… Tut mir leid für die Lage Abstinenz, aber es kam einfach nichts in meinen Kopf, über was ich hätte berichten können. Ich habe ein paar Mal angefangen was zu schreiben, aber im Endeffekt war es echt nur BLA BLA BLAAAAA – und das wollte ich euch echt nicht antun. Da stellt sich die Frage, ob mein Leben so langweilig war in den letzten Wochen.. JAEIN.. Schon, irgendwie, also die letzten Wochen in der Schule waren grausam. Ich hatte keine Lust mehr auf mein Chinesischbuch, den Unterrichtsstoff verstehe ich nicht und mein eines dt. Buch, welches ich mitgenommen habe, habe ich schon gefühlte 36 Mal durchgelesen. Aber Schule ist ja jetzt auch vorbei, deswegen kann ich meine Freizeit wieder uneingeschränkter gestalten.

Letzte Woche Freitag, am 15.6. war mein letzter Schultag. Am Donnerstag haben sie mir während des wöchentlichen ‚Klassentreffens‘ noch eine Farewell-Party gegeben. War ganz nett. Ich habe eine (chin.) ‚Rede‘ gehalten, sie haben auf meiner chinesischen Flagge unterschrieben, ein paar Klassenkameraden haben gesungen und sie haben mir ein paar süße Geschenke gegeben. Wir haben uns natürlich auch bei unseren zuständigen Lehrern bedankt, in den wir Ihnen einen (kleinen) dt. Präsentkorb geschenkt haben.

Meine Ferien haben also vor einer Woche angefangen. Jetzt ist nur noch genau eine Woche meines Austauschjahres übrig. Was heißt ‚übrig‘, es ist ja nicht einfach ‚vorbei‘ wenn ich nach Hause komme. Die letzten 2 Tage habe ich in Shanghai verbracht, um ein paar Souvenirs zu kaufen und ´ne schöne Zeit mit den anderen Austauschschülern zu verbringen und, wie das nun mal so ist, mein lettisches Herzblatt zu verabschieden.. Obwohl ich zugeben muss, dass es sich nicht wirklich wie ein Abschied angefühlt hat, eher wie ein: „Bis später!“

Übrigens, heute ist Drachenbootfest. Nur schade, dass die Chinesen eig. Gar nicht so wirklich Drachenbootrennen angucken gehen. Es gibt welche, ja. Aber es geht kaum noch einer hin. Es dreht sich mal wieder alles ums Essen. Zum Frühstück gabs Zongzi (klebrige Reisdreiecke, die in Bambusblättern eingewickelt sind) und heute Abend geht’s zu der Schwester meiner Gastmutter zum Essen. Ich ahne schlimmes. Sowas wie 19Gerichte, 14 davon Fleisch.  .____. Mal gucken.

Ansonsten wird’s natürlich langsam nachdenklich. Der Heimflug rückt immer näher und es wird Zeit ein Resümee zu ziehen. Aber das geht noch nicht. Ich glaube ich muss erstmal nach Hause kommen und dann mit etwas Abstand auf die letzten Monate zurückblicken. Ich hoffe auch, dass wenn ich nach Hause komme, kaum einer fragen wird „Und, wie wars?“ Was soll ich denn darauf antworten? „Ja.. wie soll man sagen, wie war denn dein Jahr so?“

Lasst uns darüber später nochmal reden.

Nochmal ein groooßes Entschuldigung, dass es hier einfach keine Bilder gab, aber das war mir echt zu doof mit dem Proxyserver. Die könnt ihr euch dann angucken, wenn ich wieder zu Hause bin :)

Liebe grüße, bis ganz bald!

 

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Xi’An Reise!

Hey meine Lieben!

Anmerkung nebenbei: Ich wollte euch nicht ewig warten lassen, deswegen poste ich das hier erstmal ohne Bilder. Das mit den Bildern klappt im Moment wegen dem Proxyserver nicht. Ich bitte um Verständis ;)

2 Wochen ist’s her, seitdem ich aus Xi’an wieder da bin. Da niemand geraten hat, wo ich hingefahren bin, kann ich also auch keinen Gewinner krönen. Also, ich bin westwärts zu der Terrakotta Armee gefahren und habe dort 5 wundervolle Tage verbracht. Ich bin zusammen mit Anna (von meiner Schule)dorthin  gefahren und haben da dann auch noch eine Freundin(Belgien) von ihr getroffen.

Was soll ich sagen, ich möchte nicht jeden einzelnen Platz aufzählen, den wir besichtigt haben, damit kann der Großteil wohl eh nichts anfangen. Xi’an ist eine schöne Stadt, mit vielen interessanten Ecken. Besonders gefallen hat mit das Moslemviertel, wo es unglaublich gutes Essen gab :D und auch ein paar Moscheen in chinesischem Stil. Die Tempel in Xi’an haben mich allerdings icht mehr so umgehauen, weil die Tempel in China ähneln sich einfach alle verdammt. Klar die Geschichte ist jedesmal eine andere, aber die Geschichte fühle ich jetzt nicht unbedingt, wenn ich zum 300. Mal den gleichen Buddha angucke. Das Hostel war auch sehr nett, mit ´ner Menge interessanten Leute und Geschichten. Natürlich haben wir uns auch die Terrakottaarmee angeguckt, die mich persönlich allerdings nicht so umgehauen hat. Ich meine, war schon erstaunlich, was die da so auf die Beine gestellt haben vor tausenden von Jahren, allerdings war ich nicht diejenige, die das gebaut hat, oder die das ausgegraben hat, deswegen stand ich teilweise davor und dachte mir „Wow… Steine…!“

Das absolute Highlight der Reise war eigentlich der Huashan(Berg). Unser eigentlicher Plan war, dass wir 2 Tage auf dem Berg wandern, das Problem wäre nur gewesen, dass wir dann unsere ganzen Sachen mitnehmen hätten müssen(verrückt!). Im Zug auf der Hinfahrt erzählten uns ein paar Chinesen, dass es ´ne Menge Menschen gibt, die den Berg in der Nacht bestiegen hätten. Wir, vollkommen ungläubig, in der Nacht? Ist ja verrückt. Dreimal dürft ihr raten, wer sich aufgrund ungenauer Wettervorhersagen 2 Tage später dafür entschieden hat den Berg in der Nacht zu besteigen? Richtig. Bei Regen hätten wir nicht gehen können, deswegen haben wir uns aus Angst dazu entschieden in der Nacht zu wandern. Anm: Es hat überhaupt nicht geregnet. Nach einem Mittagsschläfchen und einer _großen_ Schale Nudeln haben wir uns dann am Mittwochabend mit dem Zug auf den Weg gemacht. Unterwegs haben wir uns noch einer Gruppe spanischer Studenten angeschlossen und sind dann mit denen Taxi gefahren zum Berg hoch. Allerdings wollte uns der Taxifahrer erst noch weis machen, dass wir keine Tickets in der Nacht kaufen können und wollte uns dann am nächsten Hotel abliefern. Nach lautstarkem (chinesischen) Protest von unserer Seite hat er uns dann doch zum richtigen Eingang gebracht. Dort angekommen, haben wir uns wieder relativ schnell von der Gruppe getrennt, weil sie mit Chinesen unterwegs waren und naja.. die Ausdauer von Chinesen eben sehr zu wünschen übrig lässt. Wir hatten aber auch echt ein gutes Tempo drauf. Innerhalb von 4 ½ Stunden sind wir auf die Ostspitze (2300m) gewandert. Es war stellenweise echt steil und dezent gefährlich. Mein Herz hat schon lange nicht mehr so gepumpt und Annas schwarzes t-shirt hatte anschließend weiße Ränder(SALZ :D ). Aber es war richtig genial. Als wir an der Spitze angekommen sind, saßen da schon eine ganze Menge Chinesen in solch‘ Russenmänteln. Wir haben uns dann auch einen ausgeliehen und uns (hinter die Absperrung)an die Felskante gesetzt und dort den _besten_ Blick auf den Sonnenaufgang gehabt. Nachdem die Sonne aufgegangen war, sind die Chinesen ganz schnell verschwunden, während wir noch ein nettes Frühstück mit dem geilsten Blick hatten. Auf dem Weg runter sind wir leider falsch abgebogen und hatten dann eine nicht soo tolle Aussicht und einen Weg nur aus Treppen. Die Treppen wollten und wollten nicht aufhören, wir wurden immer müder und trafen auf ne Menge Chinesen, die beim Anblick eines Ausländers gleich mal ne Pause einlegen mussten (wenn man müde und durchgeschwitzt ist, macht es nicht unbedingt spaß von tausenden Leuten angestarrt zu werden). Unten angekommen, haben wir dann gleich den nächsten Bus nach Xi’an genommen. Sofort nachdem wir saßen sind wir sofort eingeschlafen. Die 3 Stunden Busfahrt haben sich angefühlt wie 5 Minuten. Der Weg zum Hostel war dann auch richtig anstrengend. Müde, ekelhaft angeschwitzt, und Schmerzen in jeder einzelnen Muskelfaser. Dort angekommen haben wir erstmal von um 15Uhr bis um 8 am Folgetag geschlafen. Die 3 Tage danach haben wir jede einzelne Treppenstufe verdammt. Und am Freitag haben wir uns dann wieder mit einem Sitzplatz für die 12-stündige Zugfahrt auf den Weg nach Nanjing gemacht. ENDE.

Fortsetzung: In Nanjing hab ich dann noch was richtig cooles erlebt, als ich mit ein paar Freunden einen Tempel besuchen war. Eine Menge alter Leute / Buddhisten in Tracht, die 1 ½ Stunden in Reihen gelaufen sind und dabei solch Mantras gesagt haben. Boah! Feeling ja!

Und noch was.. Ich hab euch ja von dem Frühlingsfotowettbewerb an unserer Schule erzählt, ne? Die Fotos sind jetzt ausgestellt wurden. Und ratet mal, welch nettes Mädchen in dem „langen Gelehrten-Korridor“ sitzt und ein Buch liest? Mwaha! Wie schwer. Jap ich. Spackos. Ich wusste nichtmal das ein Bild von mir drauf gewonnen hat und dann hängen die das da gleich aus. Ich glaube, er hat nur gewonnen, weil er den Ausländerbonus hatte ;)

Soviel von mir. Ich könnte noch mehr erzählen, aber ich hab Angst, dass die Reizüberflutung euch dann Angst macht, oder so ;)

Liebe liebe Grüße!!

 

Ps: Postkarten sind schon _fast_ unterwegs ;)

Einen wunderschönen guten Tag

Wie geht’s euch heute? Mir geht’s auch gut, danke der Nachfrage ;)

Ich wollt‘ nur nochmal nen Text hinterlassen, bevor ich mich wieder auf den Weg mache. Ich wird‘ aber nicht verraten wo’s hin geht. Ich sage nur so viel.  – 1061km westwärts. Es wird steinig werden – Ihr dürft gerne raten und euren Tipp als Kommentar abgeben :)  Wir werden den Nachtzug nehmen, welcher nach 13h genau DORT ankommen wird. Und das nur für 18€!

Mein Trip, letzte Woche, nach Hangzhou war auch ganz nett. Es gibt ein chinesisches Sprichwort, das sagt, „Oben ist das Paradies, unten Hangzhou.“ So ungefähr. Ich muss sagen, ja der Ort war schon ganz nett, aber dass das nun so außergewöhnlich hübsch war, kann ich nicht bestätigen. War eben normal hübsch ;) Bis auf den Westsee haben wir auch nicht viel gesehen, nur noch so einen anderen Ort, wo man sich ein paar Souvenirs kaufen kann. Meine Ansammlung von Sachen, die ich nach Hause schicken werde, sind doch tatsächlich um 2 große Papierschirme reicher. Yaii! Die Zugfahrt nach Hangzhou war auch ganz nett. Wie ich ja gesagt habe, hatte ich kein Sitzplatzticket und hätte auch kein Problem gehabt, da auf dem Boden zu sitzen. Ich bin also rein in den Zug, hab meine Zeitung auf dem Boden ausgebreitet und mich mit meinem Buch und meiner Musik dorthin gesetzt. Gut, klar war der Platz nicht optimal, neben dem Klo, wo die Tür ständig auf und zu geht und im Gang wo ständig Menschen von A nach B laufen, aber ich hatte ja nun keine andere Wahl. BIS dann eine Chinesen kam und mich mit ihrem Französisch Englisch angesprochen hat. Sie studiert Französisch als Haupt- und Englisch als Nebenfach und vermischt die Sprachen deshalb öfter. Jedenfalls erzählte sie mir dann, dass sie einen Platz hätte und den doch mit mir teilen könnte. Und ich dachte mir nur „ Teilen? Wie jetzt?“ das waren so zwei 3-er Sitzbänke mit nem Tisch in der Mitte und zuerst haben wir das so gemacht, dass sie mal gestanden hat, dann mal ich und dann sind da aber n paar Leute ausgestiegen und wir haben uns da breit gemacht. Die anderen die da saßen, hatten auch alle kein Sitzplatzticket. Also das war ja dann doch ganz gut gelaufen.

 

Ansonsten ist der Frühling im vollsten Gange. Jegliche Blumen fangen an zu blühen und die Chinesen fangen an wunderlich zu werden. Ich find‘ die Blumen ja auch echt schön, aber ich würd mich da trotzdem nicht stundenlang vor einen Baum stellen und jede Knospe einzeln anschauen ö.ö Also manche Leute haben das echt drauf! Achja, die Grünkultur in unserer Schule wurde auch bereichert. Unsere Schule hat schon echt viele Bäume, aber letzte Woche wurden einfach mal 4 neue gepflanzt. Das ist jetzt nicht so, wie ihr euch das vorstellt, dass da jetzt 4 solche dünnen Stängelchen aus dem Boden gucken, NEIIN. Man nehme einen 50+ Jahre alten Baum pflanze ihn aus, transportiere ihn Kilometer weit und pflanze ihn samt den riesigen Wurzeln wieder ein. China-Style.

Oh und noch was! Wir haben heute gegrillt, im Korea-Style. War lecker. Aber die hier in China grillt man vergleichsweise schon selten.

In diesem Sinne, macht’s gut!

-Da man meine Fotos nicht uploaden wollte, gibt’s eben erstmal keine Fotos -Ohhh! –