Archiv der Kategorie: Reisen

Xi’An Reise!

Hey meine Lieben!

Anmerkung nebenbei: Ich wollte euch nicht ewig warten lassen, deswegen poste ich das hier erstmal ohne Bilder. Das mit den Bildern klappt im Moment wegen dem Proxyserver nicht. Ich bitte um Verständis ;)

2 Wochen ist’s her, seitdem ich aus Xi’an wieder da bin. Da niemand geraten hat, wo ich hingefahren bin, kann ich also auch keinen Gewinner krönen. Also, ich bin westwärts zu der Terrakotta Armee gefahren und habe dort 5 wundervolle Tage verbracht. Ich bin zusammen mit Anna (von meiner Schule)dorthin  gefahren und haben da dann auch noch eine Freundin(Belgien) von ihr getroffen.

Was soll ich sagen, ich möchte nicht jeden einzelnen Platz aufzählen, den wir besichtigt haben, damit kann der Großteil wohl eh nichts anfangen. Xi’an ist eine schöne Stadt, mit vielen interessanten Ecken. Besonders gefallen hat mit das Moslemviertel, wo es unglaublich gutes Essen gab :D und auch ein paar Moscheen in chinesischem Stil. Die Tempel in Xi’an haben mich allerdings icht mehr so umgehauen, weil die Tempel in China ähneln sich einfach alle verdammt. Klar die Geschichte ist jedesmal eine andere, aber die Geschichte fühle ich jetzt nicht unbedingt, wenn ich zum 300. Mal den gleichen Buddha angucke. Das Hostel war auch sehr nett, mit ´ner Menge interessanten Leute und Geschichten. Natürlich haben wir uns auch die Terrakottaarmee angeguckt, die mich persönlich allerdings nicht so umgehauen hat. Ich meine, war schon erstaunlich, was die da so auf die Beine gestellt haben vor tausenden von Jahren, allerdings war ich nicht diejenige, die das gebaut hat, oder die das ausgegraben hat, deswegen stand ich teilweise davor und dachte mir „Wow… Steine…!“

Das absolute Highlight der Reise war eigentlich der Huashan(Berg). Unser eigentlicher Plan war, dass wir 2 Tage auf dem Berg wandern, das Problem wäre nur gewesen, dass wir dann unsere ganzen Sachen mitnehmen hätten müssen(verrückt!). Im Zug auf der Hinfahrt erzählten uns ein paar Chinesen, dass es ´ne Menge Menschen gibt, die den Berg in der Nacht bestiegen hätten. Wir, vollkommen ungläubig, in der Nacht? Ist ja verrückt. Dreimal dürft ihr raten, wer sich aufgrund ungenauer Wettervorhersagen 2 Tage später dafür entschieden hat den Berg in der Nacht zu besteigen? Richtig. Bei Regen hätten wir nicht gehen können, deswegen haben wir uns aus Angst dazu entschieden in der Nacht zu wandern. Anm: Es hat überhaupt nicht geregnet. Nach einem Mittagsschläfchen und einer _großen_ Schale Nudeln haben wir uns dann am Mittwochabend mit dem Zug auf den Weg gemacht. Unterwegs haben wir uns noch einer Gruppe spanischer Studenten angeschlossen und sind dann mit denen Taxi gefahren zum Berg hoch. Allerdings wollte uns der Taxifahrer erst noch weis machen, dass wir keine Tickets in der Nacht kaufen können und wollte uns dann am nächsten Hotel abliefern. Nach lautstarkem (chinesischen) Protest von unserer Seite hat er uns dann doch zum richtigen Eingang gebracht. Dort angekommen, haben wir uns wieder relativ schnell von der Gruppe getrennt, weil sie mit Chinesen unterwegs waren und naja.. die Ausdauer von Chinesen eben sehr zu wünschen übrig lässt. Wir hatten aber auch echt ein gutes Tempo drauf. Innerhalb von 4 ½ Stunden sind wir auf die Ostspitze (2300m) gewandert. Es war stellenweise echt steil und dezent gefährlich. Mein Herz hat schon lange nicht mehr so gepumpt und Annas schwarzes t-shirt hatte anschließend weiße Ränder(SALZ :D ). Aber es war richtig genial. Als wir an der Spitze angekommen sind, saßen da schon eine ganze Menge Chinesen in solch‘ Russenmänteln. Wir haben uns dann auch einen ausgeliehen und uns (hinter die Absperrung)an die Felskante gesetzt und dort den _besten_ Blick auf den Sonnenaufgang gehabt. Nachdem die Sonne aufgegangen war, sind die Chinesen ganz schnell verschwunden, während wir noch ein nettes Frühstück mit dem geilsten Blick hatten. Auf dem Weg runter sind wir leider falsch abgebogen und hatten dann eine nicht soo tolle Aussicht und einen Weg nur aus Treppen. Die Treppen wollten und wollten nicht aufhören, wir wurden immer müder und trafen auf ne Menge Chinesen, die beim Anblick eines Ausländers gleich mal ne Pause einlegen mussten (wenn man müde und durchgeschwitzt ist, macht es nicht unbedingt spaß von tausenden Leuten angestarrt zu werden). Unten angekommen, haben wir dann gleich den nächsten Bus nach Xi’an genommen. Sofort nachdem wir saßen sind wir sofort eingeschlafen. Die 3 Stunden Busfahrt haben sich angefühlt wie 5 Minuten. Der Weg zum Hostel war dann auch richtig anstrengend. Müde, ekelhaft angeschwitzt, und Schmerzen in jeder einzelnen Muskelfaser. Dort angekommen haben wir erstmal von um 15Uhr bis um 8 am Folgetag geschlafen. Die 3 Tage danach haben wir jede einzelne Treppenstufe verdammt. Und am Freitag haben wir uns dann wieder mit einem Sitzplatz für die 12-stündige Zugfahrt auf den Weg nach Nanjing gemacht. ENDE.

Fortsetzung: In Nanjing hab ich dann noch was richtig cooles erlebt, als ich mit ein paar Freunden einen Tempel besuchen war. Eine Menge alter Leute / Buddhisten in Tracht, die 1 ½ Stunden in Reihen gelaufen sind und dabei solch Mantras gesagt haben. Boah! Feeling ja!

Und noch was.. Ich hab euch ja von dem Frühlingsfotowettbewerb an unserer Schule erzählt, ne? Die Fotos sind jetzt ausgestellt wurden. Und ratet mal, welch nettes Mädchen in dem „langen Gelehrten-Korridor“ sitzt und ein Buch liest? Mwaha! Wie schwer. Jap ich. Spackos. Ich wusste nichtmal das ein Bild von mir drauf gewonnen hat und dann hängen die das da gleich aus. Ich glaube, er hat nur gewonnen, weil er den Ausländerbonus hatte ;)

Soviel von mir. Ich könnte noch mehr erzählen, aber ich hab Angst, dass die Reizüberflutung euch dann Angst macht, oder so ;)

Liebe liebe Grüße!!

 

Ps: Postkarten sind schon _fast_ unterwegs ;)

Einen wunderschönen guten Tag

Wie geht’s euch heute? Mir geht’s auch gut, danke der Nachfrage ;)

Ich wollt‘ nur nochmal nen Text hinterlassen, bevor ich mich wieder auf den Weg mache. Ich wird‘ aber nicht verraten wo’s hin geht. Ich sage nur so viel.  – 1061km westwärts. Es wird steinig werden – Ihr dürft gerne raten und euren Tipp als Kommentar abgeben :)  Wir werden den Nachtzug nehmen, welcher nach 13h genau DORT ankommen wird. Und das nur für 18€!

Mein Trip, letzte Woche, nach Hangzhou war auch ganz nett. Es gibt ein chinesisches Sprichwort, das sagt, „Oben ist das Paradies, unten Hangzhou.“ So ungefähr. Ich muss sagen, ja der Ort war schon ganz nett, aber dass das nun so außergewöhnlich hübsch war, kann ich nicht bestätigen. War eben normal hübsch ;) Bis auf den Westsee haben wir auch nicht viel gesehen, nur noch so einen anderen Ort, wo man sich ein paar Souvenirs kaufen kann. Meine Ansammlung von Sachen, die ich nach Hause schicken werde, sind doch tatsächlich um 2 große Papierschirme reicher. Yaii! Die Zugfahrt nach Hangzhou war auch ganz nett. Wie ich ja gesagt habe, hatte ich kein Sitzplatzticket und hätte auch kein Problem gehabt, da auf dem Boden zu sitzen. Ich bin also rein in den Zug, hab meine Zeitung auf dem Boden ausgebreitet und mich mit meinem Buch und meiner Musik dorthin gesetzt. Gut, klar war der Platz nicht optimal, neben dem Klo, wo die Tür ständig auf und zu geht und im Gang wo ständig Menschen von A nach B laufen, aber ich hatte ja nun keine andere Wahl. BIS dann eine Chinesen kam und mich mit ihrem Französisch Englisch angesprochen hat. Sie studiert Französisch als Haupt- und Englisch als Nebenfach und vermischt die Sprachen deshalb öfter. Jedenfalls erzählte sie mir dann, dass sie einen Platz hätte und den doch mit mir teilen könnte. Und ich dachte mir nur „ Teilen? Wie jetzt?“ das waren so zwei 3-er Sitzbänke mit nem Tisch in der Mitte und zuerst haben wir das so gemacht, dass sie mal gestanden hat, dann mal ich und dann sind da aber n paar Leute ausgestiegen und wir haben uns da breit gemacht. Die anderen die da saßen, hatten auch alle kein Sitzplatzticket. Also das war ja dann doch ganz gut gelaufen.

 

Ansonsten ist der Frühling im vollsten Gange. Jegliche Blumen fangen an zu blühen und die Chinesen fangen an wunderlich zu werden. Ich find‘ die Blumen ja auch echt schön, aber ich würd mich da trotzdem nicht stundenlang vor einen Baum stellen und jede Knospe einzeln anschauen ö.ö Also manche Leute haben das echt drauf! Achja, die Grünkultur in unserer Schule wurde auch bereichert. Unsere Schule hat schon echt viele Bäume, aber letzte Woche wurden einfach mal 4 neue gepflanzt. Das ist jetzt nicht so, wie ihr euch das vorstellt, dass da jetzt 4 solche dünnen Stängelchen aus dem Boden gucken, NEIIN. Man nehme einen 50+ Jahre alten Baum pflanze ihn aus, transportiere ihn Kilometer weit und pflanze ihn samt den riesigen Wurzeln wieder ein. China-Style.

Oh und noch was! Wir haben heute gegrillt, im Korea-Style. War lecker. Aber die hier in China grillt man vergleichsweise schon selten.

In diesem Sinne, macht’s gut!

-Da man meine Fotos nicht uploaden wollte, gibt’s eben erstmal keine Fotos -Ohhh! –

Reise in den Süden Chinas

Einen wunderschönen guten Tag meine Lieben!

Ich hoffe ihr habt die Woche gut überstanden und genießt jetzt das Wochenende. So wie ich es tue, bei schööönstem Wetter :) Ich hab euch ja noch versprochen (auch, wenn mir niemand antwortet/Kommentar schreibt), dass ich euch noch was über meine Reise in den Süden erzähle.

Also am 25.1.2012 hab ich mich zusammen mit Truss(anderer dt. Austauschschülerin) auf den Weg nach Dongguan gemacht. Mit dem Flugzeug ging es von Shanghai nach Guangzhou, wo wir sehr herzlich von Truss’s Gastfamilie abgeholt wurden, aber auch gleich erstmal verwechselt wurden. Truss’s Gastvater fragte sie auf einmal nach ihrem Namen – FAIL. :D

Bei Truss zu Hause angekommen wurde uns natürlich erstmal wie immer das Haus gezeigt mit der Besonderheit, dass es auch bei denen zu Hause ein Lochklo gibt. So langsam machte sich die Angst bei mir bemerkbar, hoffentlich habe ich ein normales Klo. Nein. 10Tage lang Lochklo Tag und Nacht. Yaii. Also wir hatten noch so eine Art Stuhlklobrille. Siehe Foto. Ich fand das Ding äußerst amüsant, aber hab‘ es trotzdem nie benutzt ;)

Bei einem Abendessen hab ich dann auch endlich meine Gastfamilie kennengelernt. Auch die Oma war mitgekommen :) Haha das war niedlich. Meine Gastschwester war etwas schüchtern und hat die erstbeste Gelegenheit genutzt und mir ihre Geschenke überreicht. Das tollste Geschenk hab ich aber erst zum Abschied bekommen, nämlich einen Stempel mit meinem chinesischen Namen, von meinem Gastvater selbstgemacht. Das zählt wie ´ne Unterschrift.

Die nächsten Tage haben wir damit verbracht uns und die Umgebung kennenzulernen. Ich hab meine Schule besucht(mit Mangobäumen!), auf die ich gegangen wäre, wenn ich dort unten gewohnt hätte, wir waren in allen möglichen Parks spazieren und wir haben gekocht. Oder besser Truss und ich haben für sie gekocht. Bratkartoffeln mit Gemüse und Schnitzel(naja.. fast). Und ein bisschen Ketchup :D Ist aber gut angekommen. Sie hätten eh nie gesagt, wenn es nicht geschmeckt hätte. Ich hab meine Gastfamilie sogar dazu gebracht dt. Brot zu essen. Mit wahlweise Butter und Käse oder Butter und Schokostückchen. Ihr Fazit:  „Ein bisschen hart, aber ganz lecker, Mh *schmatz*“

Den einen Tag waren wir mit unseren (chinesischen) Freunden in Guangzhou, haben uns die Stadt angeguckt und uns mit einer anderen Austauschschülerin getroffen. Leider war es so neblig, dass wir nur die Hälfte von dem Kantontower, höchsten Fernsehturm der Welt, gesehen haben. An einem wieder anderen Tag ging es zusammen mit unseren  Gastschwestern nach Shenzhen, wo wir den ganzen Tag im Splendit China verbracht haben. Das ist ein Park, in dem sie auf der einen Hälfte des Parks das Leben jeder einzelnen Minderheit Chinas nachstellen und auf der anderen Hälfte die Sightseeingattraktionen Chinas in Miniaturform zeigen. Also so richtig DEN Eindruck vom Leben der Minderheiten hat man ja nicht bekommen, aber es war trotzdem ganz nett anzusehen. Und die Miniaturen waren cool. Ich wollte schon immer mal über die chinesische Mauer klettern :D

Die nächsten 2 Tage waren auch nicht schlecht. Zunächst ging es mal wieder zu unserem Kumpel nach Hause(Hausführung inklusive), danach ging es auf eine chinesische Farm. Nachdem wir den Berg einmal rauf und wieder runter geklettert sind, waren die älteren Herrschaften schon wieder so erschöpft, dass wir uns auf in ein Restaurant gemacht haben. Noch nebenbei: Das Essen da unten war echt lecker! Wir haben zwar fast immer im Restaurant gegessen,  mussten dafür aber nie was bezahlen. Immer hat wer anders eingeladen. Nur, wenn sie nach Deutschland kommen, um uns zu besuchen, könnte das eventuell etwas kostspielig werden. Nachdem ausgiebigen Mittagessen haben wir uns dann auf den Weg zu einem chinesischen Dorf gemacht. Es war echt interessant und hatte irgendwie Charme, ich hab mich nur ein bisschen dumm gefühlt da hinzugehen, mal rumzugucken, Fotos zu machen und wieder nach Hause zu fahren. Mh..

Auf der einen Hauswand waren 2 Köpfe abgebildet. Einer von Maoze dong und ein anderer von ´nem anderen Soldaten. Erklärung von Truss’s Gastvater(Beamter): „Ja, der Soldat da ist genauso klasse wie Maozedong!“ Lächeln, Nicken und Ja sagen.

Das tolle an dem Abend war, das wir zusammen mit meiner Gastschwester und unseren chin. Kumpels in einem 5-Sterne Hotel übernachtet haben. Es war weder unser Vorschlag, noch mussten wir dafür was bezahlen. War aber nicht schlecht. Nach ´nem leckeren Frühstück, mit ein paar anderen Deutschen am Tisch hinter uns ging es dann auf nach HONGKONG! AHH! Ich will nochmal! Hongkong ist ein schöner Fleck Erde. Im Grunde haben wir sightseeingtechnisch nicht viel gesehen, aber wir haben so einen Eindruck von der Stadt bekommen. Man bekommt das Gefühl, das dort die ‚Ausländer‘ dominieren. Obwohl man sich die Frage stellen muss, wer hier eigentlich die Ausländer sind, ne? Hongkong ist ein Mix aus Bergen, Wasser und Hochhäusern. Man findet Hochhäuser, die direkt am Wasser gebaut sind und von Bergen umzingelt sind. In der Stadt ist es oft auch ein einziges bergauf, bergab. Das geniale dort: 2 stöckige Straßenbahnen :D Ansonsten muss man sagen, dass die Leute dort auch extrem schnell leben, und dass das Leben dort recht teuer ist. Man hatte uns geraten dort Souvenirs zu kaufen, weil die ja soo billig wären.. Ähm nein, vielleicht waren wir auch einfach nicht am richtigen Markt.

Die letzten Tage haben wir mit Karaoke singen, Papercutting(papierschnitte) und ´nem Austauschschülertreffen  gestaltet. Bei dem Treffen gab es ein Mädchen, dass nach Deutschland wollte, der Rest in die USA. Typisch. Wir haben denen also ein bisschen was über unser Austauschjahr erzählt und ihre Fragen beantwortet. Im Anschluss daran gab es eine 2-stündige Diashow von einem Chinesen, der in den USA war. Spannend…

Also, was soll ich sagen. Es waren wahrscheinlich mit die schönsten 2 Wochen meines Austauschjahres. Ich bin beeindruckt von der Gastfreundlichkeit der Leute da unten und bin unglaublich dankbar dafür, dass sie uns 2 solch schöne Wochen geschenkt haben. Wir haben auch unseren Part erfüllt und denen die deutsche Kultur etwas näher gebracht.  Ich würde jedem empfehlen auch dorthin eine Reise zu nehmen und eventuell auch mal vorbei an den großen Städten zu den etwas kleineren Orten zu reisen. Die haben wahrscheinlich noch viel mehr chinesischen Charme, als die Städte.